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Neue Schäden im Ladenburger Freibad erwartet

veröffentlicht um 03.06.2013, 22:59 von Förderverein Freibad Ladenburg   [ aktualisiert: 04.06.2013, 04:30 ]
Die Hochwasserwelle, die auch Ladenburg nicht verschonte, bereitet den Schwimmbadverantwortlichen große Sorgen. Derzeit denkt wegen der kalten Temperaturen und des nassen Wetters zwar niemand an die Eröffnung der Badesaison, aber trotzdem verschärfen sich die Probleme: Derzeit wird der Beckenkopf erneuert, was mit einer verspäteten Saisoneröffnung verbunden ist.

Die Temperaturen in der Nacht waren in den letzten Wochen einfach zu kalt, um die Kleber und Kunstharze aushärten zu lassen. Und auch das Hochwasser hat Folgen: Über die noch nicht ausgehärtete neue Beckenumrandung floss nämlich am Samstag und Sonntag das Neckarwasser, so dass weitere Schäden zu befürchten sind. Am Mittwoch findet daher eine Schadensbegutachtung mit den beteiligen Firmen statt, und es ist nicht ausgeschlossen, dass Teile des Beckenkopfes wieder entfernt werden müssen.

Die neue Situation hat sich in der Stadt schnell herumgesprochen, und es hielt sich hartnäckig die Vermutung, dass das Freibad in diesem Jahr gar nicht geöffnet werden kann.

Daran will der stellvertretende Stadtbaumeister und zuständige Mitarbeiter für das Schwimmbad, Gregor Völker, nicht denken. "Wir werden sicherlich eine weitere Verzögerung in Kauf nehmen müssen, aber von der Schließung in der gesamten Saison gehe ich derzeit nicht aus." Konkrete Aussagen will er aber erst nach der Schadensbeurteilung machen. Völker hat seinen Optimismus nicht verloren, so dass - wenn alles optimal läuft - die Saison in der ersten Juliwoche eröffnet werden könne. Man müsse daran denken, dass am 20. Juli mit dem Triathlonfestival eine weitere Großveranstaltung stattfinden soll, die auf ein Freibad angewiesen ist. Es sei zwar eine politische Entscheidung, ob das Freibad in dieser Saison noch eröffnet wird, aber noch könne man davon ausgehen, dass dies der Fall sein werde.

Um keine Schäden in den Becken zu riskieren, hat das THW mit einigen Großpumpen vor dem Eintreffen der Flutwelle Neckarwasser in die Becken gepumpt. "Durch den starken Wasserdruck vom Neckar und die Grundwasseranhebung hätten die leeren Schwimmbadbecken angehoben werden können", erklärte Völker diesen Schritt. Rund ein Meter hoch wurde das Wasser vom THW hineingepumpt. Da sich die Hochwasserwelle aber auch in das Schwimmbad hineindrückte, liefen die Becken am Samstag und Sonntag fast randvoll.

Am Mittwoch soll damit begonnen werden, die braune Brühe wieder abzupumpen. Auch der Rasen wurde in Mitleidenschaft gezogen. Er ist vollgesaugt wie ein nasser Schwamm. Völker ist froh, dass die Familienrutsche schon vor dem Hochwasser aufgestellt wurde, ansonsten hätte sich die Saisoneröffnung noch weiter verzögern können. An die Befahrung der Rasenfläche sei derzeit nicht zu denken.

Auch der Freibadförderverein hat mittlerweile reagiert und die Einweihung der Wasserrutsche erneut verschoben. Als neuen Termin nannte die FFL-Vorsitzende Carola Sturm vorläufig den 7. Juli, aber man sei darauf vorbereitet, dass es auch später werden könnte.

Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung