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Familien-Wasserrutsche war das Leuchtturmprojekt

veröffentlicht um 13.05.2019, 12:01 von Dirk Ziegelmeier   [ aktualisiert: 13.05.2019, 12:01 ]
Leistungen im Wert von über einer Million Euro hat der Freibad-Förderverein Ladenburg (FFL) seit seiner Gründung 2002 eingebracht - so die Schätzung des Vorstands. Als Leuchtturmprojekt bezeichnete Vorsitzende Carola Sturm die auch dank Sponsoren ermöglichte 100.000 Euro teure Familien-Wasserrutsche, die Vizevorsitzender Walter Dehnel mit "Hartnäckigkeit und Überzeugungskraft" verfolgt hatte.

Bei der Jahreshauptversammlung war es Zeit für einen Rückblick. Bereits im vergangenen Jahr hatte Sturm ihren Rückzug aus der ersten Reihe angekündigt. Zwölf Jahre lang hatte sie den Vorsitz inne, in der Vereinschronik unterbrochen nur von jenen Jahren, in denen sie sich unter anderem auf ihr Amt als Gemeinderätin konzentrierte und Jürgen Müller die Amtsgeschäfte führte. "Begonnen hat alles im Jahr 2002 mit einer von meinem Mann initiierten Informationsveranstaltung." Axel Sturm, lange Vereins-Pressewart, hatte sich am Schriesheimer Vorbild orientiert.

Seitdem ist viel passiert: Sanierung der Toilettenanlagen, der Schwimmbadtechnik und des Beckens, Neugestaltung des Spielplatzes, Sanierung von Duschen und Chlorgasraum, Barrierefreiheit auf dem gesamten Gelände. Auch im "nicht ganz so spektakulären" vergangenen Jahr ist viel geschafft worden: optische Verbesserungen im Bereich des Technikraums, die Anschaffung zweier Slacklines, der in mehreren Arbeitseinsätzen bewerkstelligte Aufbau der Kindergeburtstagsranch und der mit Unterstützung der Bauhofmitarbeiter errichtete neue Fahrradabstellplatz.

Einzige Wermutstropfen waren die nahezu zuverlässig von Wetterpech begleiteten Schwimmbadfeste sowie der Sturmschäden-bedingte Freibad-Schließungstag 2018, der bei manchen auf Unverständnis stieß und bei Familie Sturm das Telefon nicht stillstehen ließ: "Solche Beschwerden und Verhaltensweisen sind demotivierend." Insgesamt blickte Sturm aber auf eine positive Zeit zurück: "Der Zusammenhalt beim FFL war und ist gut", das Ergebnis ein "erstklassiges Erscheinungsbild" des Bades. Das würdigte auch der am Versammlungsabend entschuldigte Bürgermeister Stefan Schmutz: "Sie haben vieles in Bewegung gesetzt und Nachhaltiges geschaffen", schrieb er.

Sturms Dank galt vor allem ihrem Stellvertreter: Walter Dehnel ist nicht nur unermüdlicher Motor und anpackender Macher im FFL, sondern nun auch dessen neuer Vorsitzender. Den zweiten Vorsitz übernimmt Jochen Quintel, seit langem Vizechef auch der DLRG-Ortsgruppe. Brigitte Kleinböck kümmert sich weiter um die Finanzen, stellvertretende Kassiererin bleibt Brigitte Hess. Dirk Ziegelmeier, Eiko Breusch, Norbert Meyer, Jens Elsishans und Edith Zimprich bilden das Beisitzer-Quintett.

Als erste Amtshandlung präsentierte Dehnel neue Pläne für das Freibad. Eine Badminton-Anlage für die neue Bühne hat er bereits besorgt; Schläger können an der Kasse ausgeliehen werden. Weitere Vorhaben sind angeschoben, wirken sich aber erst auf die Saison 2020 aus. Dabei handelt es sich zum einen um den Einbau einer Vogelnest- und einer Kleinkindschaukel, am Ende dieser Saison werden sich die Mitarbeiter des Bauhofs um die Fundamente an geeigneter Stelle kümmern. Zudem muss die Holzterrasse am Beckenrand stellenweise erneuert werden. In der jetzigen Saison könne die Liegefläche aber noch problemlos genutzt werden.

Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung http://www.rnz.de